Die dritte Auflage des Palettenhandbuchs der DVV Media Group aus Hamburg ist veröffentlich worden. Erstmals wurden die Bereiche Paletten & Steuern und Paletten & Zoll dargestellt. Hierfür zeichneten zwei Autoren aus dem Kreis von Zoll-Recht-Steuern, nämlich Peter Scheller und Susanne Zaczek verantwortlich. Auf 256 Seiten werden Tausch, Rechtspraxis und Trends dargestellt. Vorwort des Herausgeber Bernhard Hector, das Inhalts- und das Autorenverzeichnis sind in der Folge wiedergegeben:

Vorwort des Herausgebers

Vieles hat sich seit der Herausgabe der 2. Auflage des DVZ-Paletten-Handbuches im Jahr 2007 getan. Die Standardisierungsgesellschaft GS1 hat sich des Themas Palettentausch angenommen mit dem Ziel, ein umfassendes Palettenmanagement zu entwickeln, das von allen Parteien akzeptiert wird: Industrie, Handel und Verkehrsgewerbe. Das ursprüngliche Ziel ist noch nicht erreicht. Aber es gab vor allen Dingen einen wichtigen Etappensieg: So haben sich die Beteiligten einschließlich der Palettenproduzenten auf fünf einheitliche Palettenqualitätsklassen geeinigt. Diese sind: Neue Paletten, Palettenqualität Klasse A, Palettenqualität Klasse B, Palettenqualität Klasse C und nicht gebrauchsfähige Paletten. Dazu wurden wichtige Grundregeln für den Einsatz definiert.

Parallel dazu haben Verbände und das Fraunhofer-Institut die Kosten für den Umlauf einer Europalette analysiert. Auch wurden Modelle zur Ermittlung des ständigen Wertverlusts beim Einsatz dieser Paletten (Kölner Abschreibungsschlüssel) entwickelt.

Die Palettenherstellerorganisation Epal und die Palettenorganisation des internationalen Eisenbahnverbands UIC, der die Rechte an der Marke „EUR im Oval“ zustehen, haben sich getrennt und vergeben jede für sich Lizenzen zur Herstellung und Reparatur von Europaletten mit den Markenzeichen „EPAL im Oval“ und „UIC / EUR im Oval“. Seit Oktober 2014 gibt es nunmehr eine Vereinbarung zwischen diesen Organisationen: Epal-Paletten und UIC/EUR-Paletten werden als uneingeschränkt tauschfähig anerkannt. Die Beteiligten der Palettentauschketten atmeten auf, denn sonst wären zusätzliche Kosten für das Sortieren an der Rampe und in Lägern hinzugekommen.

Wie sich die Situation beim Palettentausch heute darstellt, ist in den Beiträgen beschrieben. Und es wird dargelegt, welche Trends sich in den verschiedensten Bereichen abzeichnen – von Palettengrößen bis hin zur Paletten-App, mit der der Palettentausch sicherer werden kann. Ausgeweitet wurde auch der wichtiger gewordene Bereich Umsatzsteuer. Ein Marktüberblick und die größte bisher zum Palettentausch erschienene Rechtsübersicht mit Tipps und Handlungsanweisungen zum Palettentausch runden das Werk ab.

Dieses Werk richtet sich vor allem an Spediteure, Frachtführer und Verlader, die ihren Palettentausch besser als bisher regeln wollen. Die Lektüre wird zeigen, dass es nicht nötig ist, vor vielen Handhabungen der Praxis einfach einzuknicken. Als Spediteur und Transportunternehmen gibt es Möglichkeiten, sich zu wehren, wenn man die Rechtslage kennt. Gleichzeitig zeigt es die Grenzen zu undurchsetzbaren Forderungen auf. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Optimum erkennen und möglichst oft umsetzen können.

Mein Dank geht an die Autoren, die engagiert ihr Wissen in dieses Buch haben einfließen lassen, insbesondere meinem Mitherausgeber, Herrn Rechtsanwalt Jürgen Knorre.

Die Beiträge einzelner Autoren entsprechen nicht immer der (Rechts-)Auffassung der Herausgeber.

Bernhard Hector

Herausgeber und

DVZ-Redakteur Management & Recht

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des DSLV-Präsidenten

Vorwort des Herausgebers

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung

1 Fragen und Antworten für den Schnelleinstieg

2 Marktüberblick

2.1 Der Markt: Produktions- und Umlaufzahlen der Europaletten – Größe und Ziele

2.2 13 Stationen im Palettenstreit UIC/Epal

2.3 Trends im Markt

2.4 Düsseldorfer Palette im Wandel

2.5 Die neue Viertelpalette 400 x 600 mm

2.6 Paletten Report, Palettenpreise und Palettenpreisindex

2.7 Einsatz von Kunststoffpaletten in der Industrie, speziell in der Lebensmittelindustrie

2.8 Fleischkisten: Markt und Umtausch

2.9 Umlaufkosten eines Ladungsträgers – Praxisbeispiel Europalette

2.10 So senken Sie Palettenkosten – Wirksame Maßnahmen für Verlader und Spediteure (mit Checklisten)

3 Der Einsatz genormter (und markengeschützter) Paletten, sogenannte Palettenpools

3.1 Ziel der Beteiligten

3.2 Europaletten

3.3 Palettenpools

3.4 Poolpaletten, geschlossene Systeme

4 Rechtliche Grundlagen des Palettentauschs

4.1 Wie wird der Palettentausch geregelt?

4.2 Formen des Palettentauschs

4.3 Analyse der Hauptformen des Palettentauschs

4.4 Palettenqualitäten, ständiger Wertverlust bei Holzpaletten

4.5 Zur Rückgabepflicht der Beteiligten der Palettentauschkette

4.6 Qualitätsbewertung, Abreden zur Verteilung des Wertverlustrisikos

4.7 Abreden über die (Rück-)Lieferung/Rückgabe bestimmter Palettenqualitäten

4.8 Musterbedingungen „Kölner Palettentausch“ und „Bonner Palettentausch“ und „GS1-Palettenterms“GS1

4.9 Vergütungsanspruch des Verkehrsunternehmens für den Palettentausch

4.10 Besonderheiten bei der Einschaltung von Palettendienstleistern

4.11 Generelle Dokumentations- und Herausgabepflichten ohne (wirksame) Tauschabrede

4.12 Schadenersatzansprüche und Entschädigungsabreden

4.13 Fahrervollmacht zum Abschluss von Palettentauschverträgen

4.14 Palettenkonten/-kontokorrentkonten

4.15 Palettenscheine

4.16 Lademittelbegleitpapiere

4.17 Verjährung von Ansprüchen aus Palettentauschabreden

4.18 Zurückbehaltungsrechte bei zurückzugebenden Paletten

4.19 Palettentauschbedingungen der Eisenbahnen

4.20 Zusammenfassende Untersuchung der wesentlichen Rechte und Pflichten, die sich aus der Natur der Palettentauschabreden ergeben, Bausteine

für ein Leitbild für Palettentauschabreden

5 GS1-Empfehlungen für Qualitätskriterien

5.1 Definitionen der Palettenqualitätsklassen

5.2 Definitionen der Palettenqualitätskriterien

5.3 Grundregeln zum Einsatz der Palettenqualitätsklassen

6 Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Position bei Verkehrsunternehmen

6.1 Interne Maßnahmen

6.2 Externe Maßnahmen

6.3 Zusammenfassung

7 Paletten und Steuern/Zoll

7.1 Paletten und Steuern

7.2 Paletten und Zoll

8 Paletten und Markenrecht

8.1 Die Funktion der Marke „EPAL im Oval“

8.2 Gesetzliche Regelungen

8.3 Der Schutz der Marke „EPAL im Oval“

8.4 Kennzeichnung von Paletten mit der Marke „EPAL im Oval“

8.5 Markenschutz-Aktivitäten der Epal

8.6 Das Markenlizenzsystem der Epal

8.7 Ergebnis

9 ISPM 15

9.1 Schutz der Wälder

9.2 Verpackungsholz

9.3 ISPM 15 im EU-Binnenmarkt

9.4 Hitzebehandlung und andere anerkannte Behandlungsmethoden

9.5 Schimmelbefall bei reiner Hitzebehandlung

9.6 Nachweis der Hitzebehandlung

9.7 Pflanzengesundheitszeugnis

9.8 Unbefristete Gültigkeit der ISPM 15-Behandlung

9.9 Reparateure

9.10 Korrekte Kennzeichnung

9.11 Registrierung

9.12 Besondere Regelungen

9.13 Kein Verbot für Holzverpackungen

9.14 Länder, die ISPM 15 umsetzen

10 Palettenformen heute

10.1 Europalette (EUR-Flachpalette) 800 mm x 1.200 mm gemäß Gütenorm UIC 435-2

10.2 Industriepalette (EUR-2-/3-Flachpalette) 1.000 mm x 1.200 mm gemäß Gütenorm UIC 435-5

10.3 Halbpaletten 600 mm x 800 mm

10.4 Viertelpaletten 400 mm x 600 mm

10.5 Chemiepaletten

10.6 Kunststoffpaletten

10.7 Spezialpaletten

10.8 Einwegpaletten

11 Innovative Technologien

11.1 Aufeinandertreffen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

11.2 Smarte Logistiklösungen für den Europalettentausch

11.3 Die Palette als Informationsträger

11.4 Innovative Softwarelösungen zur Steuerung von Paletten

11.5 Selbststeuerung durch Mensch-Maschine-Interaktion

11.6 Ein Blick in die Zukunft

12 Die Epal Academy

12.1 Kurzdarstellung

12.2 Kompetenz-, Informations- und Schulungszentrum

12.3 Das Schulungsangebot

12.4 Ausblick

13 Kundengerechte Paletten durch softwaregestützte Tragfähigkeitsberechnungen

13.1 Einleitung

13.2 Festigkeitskennwerte für Palettenbretter

13.3 Zweifache Sicherheit gegen Bruch

13.4 Paletten nach Kundenwunsch

13.5 Erweiterung von Pallet Express

13.6 Zusammenfassung der Merkmale von Pallet Express

Anhang

I Urteile

II Rechtsgrundlagen

III Organisationen (Aufgaben, Ziele, Aktivitäten)

European Pallet Association e.V. (EPAL)

Gütegemeinschaft Paletten e.V. (GPAL)

Epal Academy

Internationaler Eisenbahnverband UIC

Europäischer Palettenpool der Bahnen (EPP)

Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V.

Stichwortverzeichnis

Herausgeber und Autoren

Herausgeber und Autoren

Herausgeber  
Bernhard Hector Verantwortlicher Redakteur Management & RechtDVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung
Mitherausgeber  
Jürgen Knorre RechtsanwaltPartner Andörfer Rechtsanwälte
Mitautoren  
Bernd Dörre RechtsanwaltFachanwalt für Gewerblichen RechtsschutzFachanwalt für Arbeitsrecht
Markus Kirchhoff Partner PAL.consult
Michael Böhmer Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Alexander Becker Leiter der EPAL Academy
Jens Kohagen (jkh) Freier Journalist
Ekart Kuhn Gesellschafter der EKUPAC GmbH
Dr. Volker Lange Abteilungsleiter Verpackungs- und Handelslogistik Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Siegfried von Lauvenberg Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Bonn
Olaf Oczkos Geschäftsführer Paletten Report
Peter Scheller SteuerberaterMaster of International Taxation
Thomas Niebur GS1 Germany GmbHLeiter Competence Center Mehrwegtransportverpackung
Martin Leibrandt CEO der European Pallet Association e. V. (EPAL)
Marc Werdein RechtsanwaltFachanwalt für Transport- und SpeditionsrechtPartner Andörfer Rechtsanwälte
Susanne Zaczek Zollexpertin
Peter Zimmermann Partner der EKUPAC GmbH

 

Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: DVV Media Group; Auflage: 3 (25. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871545139
  • ISBN-13: 978-3871545139