Arbeitnehmerentsendung (1)

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Die Entsendung von Mitarbeitern in das Ausland wird für die exportorientierte deutsche Wirtschaft immer wichtiger. Dies gilt schon lange nicht nur für multinationale Konzerne sondern auch für den deutschen Mittelstand. Und da China einer der wichtigsten außereuropäischen Handelspartner Deutschlands ist, spielt die Entsendung von Mitarbeitern nach Fernost eine bedeutsame Rolle. In den nächsten Wochen werden wir hier verschiedene Aspekte der Mitarbeiterentsendung behandeln.

Grundsätzlich sind bei der Mitarbeiterentsendung immer drei Ebenen zu beachten, und zwar die des entsandten Mitarbeiters, die des entsendenden und die des aufnehmenden Unternehmens.

Alle Beteiligten müssen sich mit den Besonderheiten in folgenden Rechtsbereichen auseinandersetzen:

  • Melde-, Registrier- und Antragserfordernisse im Ausland
  • Immigrationsrecht
  • Arbeitsrecht
  • Einkommen- bzw. Lohnsteuer
  • Sozialversicherung

Für das entsendende wie das aufnehmende Unternehmen gibt es darüber hinaus weitere Herausforderungen zu meistern:

  • Ertragsteuern: Aus der Sicht der beteiligten Unternehmen stellt sich die Frage, in welchen Staat die Vergütungen des Mitarbeiters, Sozialversicherungsbeiträge und andere Aufwendungen der Entsendung steuerlich abzugsfähig sind.
  • Rechnungslegung: Hier ergeben sich viele Fragestellungen hinsichtlich Ansatz, Ausweis und Bewertung sowohl im Jahresabschluss des entsendenden wie aufnehmenden Unternehmens.

Die Herausforderungen für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber sind erheblich. Rechtsanwälte und Steuerberater müssen vorstehende Fragestellungen aus der Beratersicht durchleuchten. Und Wirtschaftsprüfer müssen dafür sorgen, dass entsprechende Sachverhalte in den Jahresabschlüssen deutscher wie ausländischer Unternehmen richtig abgebildet werden.

Autor: Peter Scheller, Steuerberater, Master of International Taxation

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