Erben sollten jetzt handeln

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Unter dieser Überschrift hat der Autor und Bernhard Hector in der Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ) 71/2014, Seite 16 einen Beitrag veröffentlicht. Es geht um die im Spätherbst anstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum aktuellen Erbschaftsteuerrecht. Auf dem verfassungsrechtlichen Prüfstand steht die weitgehende steuerliche Befreiung von Betriebsvermögen. Der Bundesfinanzhof hält diese Priveligierung von Unternehmensvermögen und Unternehmensanteilen für zu weitgehend; dies insbesondere vor dem Hintergrund der fehlenden Begünstigung anderen Vermögens. Deshalb hat der BFH das BVerfG angerufen.

Im Artikel werden Voraussetzungen und Wirkungsweise des Verschonungsabschlages dargestellt. Außerdem wird anhand der Erfahrungen vorangegangener Entscheidungen des BVerFG zum Erbschafsteuerrecht dargestellt, weshalb bei ohnehin anstehenden Unternehmensnachfolgen eine gewisse Eile geboten ist. Es ist nämlich ohne weiteres denkbar, dass die Finanzverwaltung schon an einem neuen Gestzesentwurf arbeitet. Wenn das BVerfG die jetzigen Regelung für nicht verfassungskonform erklärt, kann das eigentlich nur bedeuten, dass die steuerlichen Rahmenbedingungen für die Übertragung betrieblichen Vermögens ungünstiger werden.

Unterehmer, Gesellschften und ihre Geselschafter sollten mit den Planungen einer ohnehin anstehenden Nachfolge beginnen und diese nicht unnötig hinausschieben. Rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen sind abzuklopfen. Die Beteiligten müssen sich über die Bedingungen der Vermögensübergabe einigen. Danach sind die Verträge zu konzipieren. All das kostet eine gewisse Zeit. Deshalb sollte man jetzt mit den Vorbereitungen beginnen.

Autor: Peter Scheller, Steuerberater – Master of International Taxation

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