Kein Vorsteuerabzug ohne ordnungsgemäße Rechnung

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Ein ewiger Streit zwischen Unternehmen und Finanzamt geht um die Frage, ob eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt. Eine Rechnung hat bestimmte Pflichtbestandteile. Enthält d Rechnung diese Angaben nicht, kann der Rechnungsempfänger die in Rechnung gestellt nicht als Vorsteuer abziehen. Dies führt zu erheblichen finanziellen und wirtschaftlichen Risiken. Diese haben wir schon mehreren Beiträgen.

Ein besonderer Fall ist, wenn sich der Leistungsumfang nicht aus der Rechnung, sondern in ergänzenden Unterlagen ergibt. Einen solchen Fall hat das Finanzgericht Hamburg am 11.03.2015 (2 K 231/14) entschieden. Die Leistungsbeschreibung muss sich nicht zwangsweise aus der Rechnung ergeben, sondern kann sich auch aus ergänzenden Unterlagen wie zum Beispiel Verträgen, Lieferscheinen oder ähnlichem ergeben. Nach der Rechtsprechung des Finanzgerichtes muss allerdings ein eindeutiger Bezug auf die Unterlagen auf der Rechnung gemacht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine Übereinstimmung zwischen Rechnung und ergänzender Unterlage hergestellt werden. Fehlt dieser eindeutiger Hinweis, darf der Rechnungsempfänger die Vorsteuer nicht abziehen.

Autor: Peter Scheller, Steuerberater – Master of International Taxation, www.scheller-international.com

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