Paletten und Umsatzsteuer: Bundesfinanzministerium verlängert Frist

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hatte im Herbst letzten Jahres die Transportbranche in Unruhe versetzt. Am 5. November 2013 veröffentlichte das BMF ein Schreiben zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Hin- und Rückgabe von Transportbehältnissen. Die Anweisungen aus Berlin führen dazu, dass Palettenpfand und Palettentausch anders als bisher zu behandeln sind. Außerdem gibt es in Pfand- und Tauschsystemen unterschiedliche rechtliche Bedingungen, die eine unterschiedliche steuerliche Behandlung notwendig machen.

Für Unternehmen des Transportgewerbes wie auch deren Geschäftskunden aus Industrie und Handel ergibt sich ein ganz erheblicher Umstellungsbedarf in Organisation, Rechnungslegung und Vertragsgestaltung sowie bei der steuerlichen Abwicklung. Das BMF hatte den betroffenen Unternehmen eine Frist bis zum 30. Juni 2014 für die Umstellung gesetzt. Offensichtlich lässt sich dieser Termin nicht halten. Deshalb hat das BMF mit Schreiben vom 12. Juni 2014 die Frist bis zum 31. Dezember 2014 verlängert. Bis zu diesem Termin wird es nicht beanstandet, wenn Unternehmen Pfand und Tausch bei Ladungsträgern wie bisher behandeln. Betroffene Unternehmen gewinnen so für die Analyse des Umstellungsbedarfs und die organisatorisch notwendigen Anpassungsmaßnahmen weitere sechs Monate.

Autor: Peter Scheller, Steuerberater – Master of International Taxation

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