Proforma-Rechnung statt Zolldokument?

von Susanne Zaczek (Kommentare: 0)

Bei Ausfuhranmeldungen – besonders vorübergehenden – wird immer wieder gerne in die Trickkiste gegriffen.

Bis zu einem Warenwert von unter € 1.000,- und einem Gewicht von unter 1.000 kg reicht es nach AWV aus, eine Rechnung als Zolldokument zu verwenden. Muss dann später ein Nachweis über die erfolgte Ausfuhr geführt werden, gibt es oft große Probleme und die vermeintliche Zeit- und Kostenersparnis verkehrt sich ins Gegenteil.

Bei einer vorübergehenden Ausfuhr, wie beim Werkzeug eines Monteurs, muss zur Wiedereinfuhr – ohne Erhebung – die erfolgte Ausfuhr nachgewiesen werden. Ist das nicht der Fall, so können Einfuhrabgaben, wie auf Drittlandsware, darauf erhoben werden. Zusätzlich sind dann noch die Frachtkosten in die Zollwertermittlung und die Berechnung der Einfuhrumsatzsteuer einzubeziehen.

Grundsätzlich sollte immer eine MRN-Nummer erstellt werden, um die entsprechenden Nachweise führen zu können, egal ob eine vorübergehende oder endgültige Ausfuhr erfolgt.

Autorin: Susanne Zaczek, www.zoll-service-kiel.de

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