Registrierter Exporteur

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Die Europäische Union hat mit diversen Drittstaaten Präferenzabkommen geschlossen, in den Zollbegünstigungen oder Zollbefreiungen vereinbart wurden. Die Vergünstigung und Befreiung wird nur gewährt, wenn die im Abkommen vereinbarten Ursprungsregeln erfüllt werden. Das bedeutet regelmäßig, dass der Ursprung einer Ware aus dem entsprechenden Vertragsstaat nachgewiesen werden muss. Die geschieht durch Ursprungsnachweise in Allgemeinen Präferenzsystem (APS). Mit der Einführung des Unionszollkodex (UZK) werden sich auch in Bezug auf Ursprungsnachweise Änderungen ergeben.

Die bisherigen Ursprungsnachweise im APS (EUR.1, EUR-MED, ATR., Formblatt A, Erklärung auf der Rechnung) werden mit dem Ablauf des Jahres 2016 ihre Gültigkeit verlieren. Damit entfällt für die Ausführer die bisher gegebene Möglichkeit, die Formalitäten zur Ausstellung dieser Nachweise auf Dienstleister zu delegieren. Am 1.Januar 2017 wird die amtliche Bescheinigung durch ein neues System der Eigenbescheinigung durch den Ausführer ersetzt. Dazu wird die Erfassung in der zentralen Datenbank als “Registrierter Ausführer” (REX) notwendig sein. Die Daten zur Registrierung werden von den nationalen Behörden an die Kommission übermittelt. Für diese Registrierung wird voraussichtlich ein AEO-Status erforderlich sein.

Außerdem werden REX in jedem begünstigten Land elektronisch registriert. Dadurch kann jeder Wirtschaftsbeteiligte vor der Einfuhr anhand der online zugänglichen Daten überprüfen, ob sein Lieferant ein registrierter Ausführer ist.

Autorin: Susanne Zaczek, www.zoll-service-kiel.de

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