Umbau einer Motoryacht keine außergewöhnliche Belastung

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Behinderte Menschen können viele Kosten ihrer Lebensführung steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Dabei sind auch Aufwendungen berücksichtigungsfähig, die nicht behinderte Menschen aufgrund privater Veranlassung steuerlich nicht geltend machen können. Allerdings scheint die Grenze, was steuerlich abzugsfähig ist und was nicht, immer noch nicht endgültig gezogen, wie ein Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichtes vom 02.12 2013 (2 K 176/13) zeigt.

Das Finanzgericht versagte den Abzug der Aufwendungen eines Behinderten für den behindertengerechten Umbau seiner Motoryacht. Die Ausgaben für ein Hobby, dem man trotz fortschreitendem Gebrechen nachgehen will, seien nicht zwangsläufig, was zwingende Voraussetzung für die steuerliche Abzugsfähigkeit sei.

Der Kläger sieht das offensichtlich ganz anders. Er hat Revision eingelegt (BFH VI R 30/14).

Autor: Peter Scheller, Steuerberater – Master of International Taxation

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