Umsatzsteuer: Sprachvorgabe bei der Gelangensbestätigung

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Die Gelangensbestätigung ist zentrales Nachweisdokument im innergemeinschaftlichen Warenverkehr. Deutscher Unternehmer benötigen die Gelangensbestätigung, um die Beförderung oder Versendung eines Gegenstandes in einen anderen EU-Mitgliedsstaat nachzuweisen. In Versendungsfällen kann der Nachweis auch durch andere geeignete Dokumente geführt werden. Dabei war bisher nicht endgültig geklärt, in welcher Sprache die Gelangensbestätigungen ausgefertigt sein müssen.

Das BMF hat hierzu am 16.09.2013 (IV D 3 – S 7141/13/10001) seine bisherige restriktive Auffassung aufgegeben. Grundsätzlich kann jetzt die Gelangensbestätigung in allen gesprochenen Sprachen erstellt werden. Dabei kann eine Gelangensbestätigung auch aus mehreren Dokumenten bestehen. Sind diese auf Deutsch, Englisch oder Französisch abgefasst, müssen diese nicht übersetzt werden. Das gilt selbst dann, wenn Sie aus mehreren Dokumenten besteht, die in verschiedenen Sprachen gefertigt sind. Zusammengesetzte Dokumente werden beispielsweise immer dann notwendig oder praktikabel sein, wenn keine Einzelbestätigung sondern Sammelbestätigungen erstellt werden. Dann kann die Sammelbestätigung, die einmal im Quartal erstellt wird, durch einen Hinweis auf das Debitorenkonto beispielsweise zum Nachweis des Zeitpunktes des Transportendes vervollständigt werden.

Bei Gelangensbestätigungen in anderen Sprachen kann das Finanzamt im Zweifel eine beglaubigte Übersetzung fordern. Unternehmen müssen diese Übersetzungen aber nicht im Vorfeld beauftragen, sondern erst nach Aufforderung durch das Finanzamt.

Autor: Peter Scheller, Steuerberater, Master of International Taxation

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