Umsatzsteuer: Unvollständige Rechnung

von Peter Scheller (Kommentare: 0)

Für Unternehmen ist der Vorsteuerabzug aus Eingangsrechnungen ein wesentlicher finanzieller Faktor. Entfällt dieser, kann dies zu ganz erheblichen finanziellen Belastungen führen. Der Hauptgrund der Versagung des Vorsteuerabzuges sind formale Fehler bei der Rechnungstellung.

Unvollständige und fehlerhafte Rechnungen gefährden den Vorsteuerabzug beim Rechnungsempfänger. Eine der Pflichtangaben bezieht sich dabei auf die dezidierte Beschreibung der Lieferung oder sonstigen Leistung. Diese muss sich entweder aus der Rechnung oder aus ergänzenden Unterlagen ergeben. Dabei muss der Verweis auf andere Unterlagen eindeutig sein. Ist er dies nicht, entfällt der Vorsteuerabzug, wie ein Urteil des Finanzgerichtes Sachsen-Anhalt vom 13.12.2013 ( 5 K 914/08) zeigt.

Werden in einer Rechnung die abgerechneten Leistungen nicht bezeichnet, sondern wird stattdessen zum Zwecke der Leistungsbeschreibung weder eindeutig noch schriftlich auf andere Geschäftsunterlagen verwiesen, aus denen sich der Umfang der abgerechneten Leistungen ergeben soll, kommt ein Vorsteuerabzug nicht in Betracht.

Das Urteil ist das letzte aus einer langen Reihe von Urteilen, die alle strenge Kriterien an das Erfordernis der Klarheit und Vollständigkeit von Rechnungen anlegen. Unternehmen sollte die gesetzlichen Anforderungen an den Rechnungsinhalt beachten.

Autor: Peter Scheller, Steuerberater – Master of International Taxation

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