Zoll: e-commerce

von Susanne Zaczek (Kommentare: 0)

Zum 1. Juli 2021 treten umfangreiche Änderungen des europäischen Zollrechts in Kraft. Dies hat zur Folge, dass anders als bisher im E-Commerce üblich, grundsätzlich elektronische Zollanmeldungen erforderlich werden.

Die derzeit vorgesehene Umsatzsteuerbefreiung für die Einfuhr von Kleinsendungen mit einem Wert bis zu 22 Euro, wie sie insbesondere im E-Commerce vorkommen, wird ab 2021 entfallen.

Für die dann notwendige zoll- und einfuhrumsatzsteuerrechtliche Behandlung von geringwertigen Sendungen bis zu 150 Euro soll bis zu diesem Termin die neue Fachanwendung ATLAS-IMPOST (Importabfertigung von Post- und Kuriersendungen) entwickelt werden.

Mit der Fachanwendung ATLAS-IMPOST können Unternehmen wie Post- und Kurierdienste, aber auch Privatpersonen, welche sich bei der zoll- und einfuhrumsatzsteuerrechtlichen Abwicklung nicht vertreten lassen wollen, auf elektronischem Wege Informationen mit den Zollbehörden austauschen. Dies betrifft z.B. die Abgabe von Zollanmeldungen, den Informationsaustausch über geplante Kontrollen und das Empfangen von Abgabenbescheiden. Zum Informationsaustausch über geplante Kontrollen ist es für ATLAS-Teilnehmer dann notwendig, eine AEO-Bewilligung zu haben.

Für Privatpersonen wird die Möglichkeit zur Erfassung des neuen Zollanmeldungstyps IPK (Internetanmeldung für Post- und Kuriersendungen mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro) über eine Internetplattform geschaffen, welche über das BuG (Bürger- und Geschäftskundenportal) zugänglich sein wird.

Autor: Susanne Zaczek, www.zoll-service-kiel.de

 

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